• 87 Posts
  • 35 Comments
Joined 8M ago
cake
Cake day: Nov 02, 2020

help-circle
rss









deleted by creator







Wir haben uns sehr mit dem Schnitt beeilt: Drum gibt’s jetzt direkt den Vortrag von Kim Posster zu Täterschutz und Männlichkeitskritik und die Diskussions- bzw Fragerunde dazu auf Bandcamp zum An- oder nachhören. Nicht alle (heterosexuellen, cis-) Männer sind Täter, das stimmt. Aber fast alle Tät…


Ich glaube, es ändert ein wenig die Sichtweise wenn du in Palästina groß geworden bist und Freunde, Bekannte, Kinder die du kanntest durch Israelische bomben getötet wurden.

Also ich kann deine Sichtweise sehr gut verstehen, aber die Situation wirkt komplizierter. Zitat aus dem text

On 15 May, the day that the Nakba – the 1948 expulsion and displacement of Palestinians from the newly-declared state of Israel – is commemorated, Germany saw possibly the largest-ever demonstrations of solidarity with the Palestinian people. It was impossible to ignore how intersectional those demonstrations were, from the Latin American bloc to intersectional feminists.

[…]

Berlin, with the largest Palestinian population in Europe, is home to people whose family members have been murdered by Israel in the recent days. These protests are often framed as “anti” Israel, but the fact that they are primarily “for” Palestinian life is omitted.

im anderen Link wird bspw gesagt, dass es “glasklar” antisemitismus ist, israel als apartheit zu bezeichnen aber für mich ist das nicht so glasklar. Auch weil z.B. Human Rights Watch Israel als Apartheit bezeichnet: https://www.hrw.org/report/2021/04/27/threshold-crossed/israeli-authorities-and-crimes-apartheid-and-persecution

Jedenfalls sehe ich nur, dass hier sehr viele unterschiedliche Personen und Gruppen eine Deutungshoheit beanspruchen was Antisemitismus ist und ich als weiße deutsche Kartoffel irgendwie nicht so die Position habe das zu bewerten.












glaube irgendwas mit künstlicher intelligenz aber das ist ja inzwischen als Begriff in der wirtschaft vergleichbar aussagekräftig wie die transparenz der CDU/CSU. fehlt nur noch bitcoin.




hm. ich hab gerade noch nachgelesen, scheinbar sind viele leute (auch historisch) in palästina muslimisch und nur wenige jüdisch. das wusste ich nicht, hätte palästina wegen der geografischen nähe auch eher als jüdisch eingestuft, aber das erklärt natürlich noch bisschen den kontext, wobei ich auch weiterhin die israelische besatzung (und auch die hamas) kritisieren würde


ich meine mich zu erinnern beide seiten argumentieren “wir sollten da leben dürfen, weil unsere vorfahren da gelebt haben”. d.h. zu unterschiedlichen zeiten haben sowohl palästinenser als auch israelis auf gebieten gelebt und das ist deren begründung.

(ist natürlich alles viel komplizierter und alles, allein wenn ich mir die wikipedia artikel durchlese. da scheint das eher ein kleiner teil zu sein, aber keine ahnung. kenne mich da nicht wirklich aus)


hm… also ich mein sie hat eine weile in palästinensa gelebt, könnte schon sein dass sie weiß mit wem sie da redet von früher her.

also ich mein, ich hab keine ahnung aber mein eindruck von der situation ist dass eine sozialisation im gaza streifen schon die perspektive auf israel ändert.

insbesondere wenn beide seiten im wesentlichen die selben belege nutzen um ihren anspruch auf das gebiet zu rechtfertigen, wenn ich das richtig in erinnerung habe. und für eine ein-staaten lösung sind die fronten schon zu stark verhärter


das mit dem pogrom versteh ich nicht? mehr kontext bitte.



auf einen satz heruntergebrochen: ich denke es gibt gute gründe warum marginalisierte personen lieber eigene safe spaces erschaffen als die safe spaces der deutschen linken zu nutzen. und das gilt bestimmt auch für twitter diskussionen.

siehe auch: die gründungsproklamation der panthifa die genau davon handelt https://panthifa.blackblogs.org/2020/07/22/gruendungsproklamation/


sorry, wenn du dich auf czollek und levit beziehst geht das klar, wenn ich anführe, dass es andere jüdische Menschen ganz anders sehen, ist es dominanten redeverhalten. so funktioniert das nicht.

erstmal: sorry, davon ueberzeugt zu sein (=ich meine hier mich) dass X dominantes redeverhalten ist, ist selbst dominantes redeverhalten. D.h. ich denke dass das dominantes redeverhalten ist.

und mein punkt ist: wenn du konkrete stimmen hast die irgendwie etwas gesagt haben und das als beleg anfuehrst ist das gut. aber wenn du denkst, dass sie damit bestimmte sachen meinen und dir da selbstsicher bist, oder wenn du gar keine konkreten belege (d.h. konkrete juedische menschen die das anders sehen) dann sprichst du fuer menschen von denen du keine ahnung hast, wie sie genau denken. du nimmst dir hier eine deutungshoheit die ich problematisch finde. Mir geht es nicht darum, dass es juedische menschen gibt die dem nicht zustimmen, mir geht es nur um die deutungshoheit.

Bzw ich kritisiere, dass du das nicht deutlich machst.

bzgl dem urspruenglichen punkt, dass da sachen angesprochen werden, die “laengst fertig ausdiskutiert sind”: meine these ist halt dass sich sehr viele menschen in der diskussion “damals” nicht wohl gefuehlt haben und daher ihre perspektive nicht eingebracht haben. Denn das ist halt noch die situation in der radikalen linken, dass sich bspw BIPoC nicht wohl fuehlen. Und ich schließe daraus, dass es gut sein könnte, dass das auch beie jüdischen menschen so ist. Dass sie sich in der linken szene nicht wohl gefühlt haben und das bis heute nicht tun. Beispielsweise weil weiße menschen ihren rassismus und ihre deutungshoheit nicht verstehen und das unsichtbar ist.

Und ja, ich spreche hier auch für andere, weil ich keine ahnung habe, wieviele jüdische menschen sich in der radikalen linken nicht wohl fühlen. Aber ich spreche hier von “ich” und zeige unsicherheit und sage nicht dass meine perspektive die gültige ist. und das ich mich hier genötigt fühle stimmen solidarisch zur seite zu stehen wo ich die gefahr sehe dass sie unsichtbar gemacht werden ist sicherlich auch dominantes redeverhalten im sinne von “für andere sprechen”, aber die grundlegende debattenatmosphäre ist halt schon stark von einer deutungshoheit geprägt


ich sagte wir waren mal weiter als das.

again, es ist deine perspektive dass “wir” mal weiter waren.

und max czollek (der dem text nichtmal zustimmt) und Igor Levit sind eben auch nur 2 Juden, die du dir rausgesucht hast, weil sie deiner Meinung entsprechen.

  1. hab ich die 2 personen nicht “herausgesucht” ich hab nicht mal den text gepostet.
  2. Ich sehe nur dass hier 2 juedische stimmen meinem eindruck nach untergehen.

es gibt auch eine ganze bandbreite von jüdischen Menschen, die diesen text weniger positiv aufnehmen.

  1. hier sprichst du fuer andere und das ist dominantes redeverhalten.
  2. hab ich nie eine aussage darueber getroffen ob es juedische menschen gibt die diesen text weniger toll finden. Natuerlich gibt es sie. Ich moechte nur sagen dass die thematik offenbar kompliziert ist und es auch innerhalb von juden unterschiedliche positionen gibt, die sich auch nicht klar als antisemitisch ja/nein einstufen lassen. So ist zumindest mein eindruck

doch, du sagtest genau das.

dass solche Menschen Dinge wieder zur Diskussion stellen, die längst geklärt waren


Btw, wenn du sagst dass diese debatte längst fertig ist, aber damit deine perspektive meinst, dann ist das ein klassisches beispiel für dominantes redeverhalten.

Zitat aus http://blog.gendercamp.de/2012/05/18/dominantes-redeverhalten-reflektieren/

  • für andere sprechen

  • “wir” sagen, obwohl eigentlich “ich” angebracht wäre